Wir bauen seit Jahren Automation ein und sehen die Häuser später wieder, beim Service oder beim Umbau. Das gibt einen guten Eindruck davon, welche Funktionen tatsächlich benutzt werden.
Was bleibt
- Ein Taster beim Ausgang, der alles ausschaltet. Wird jeden Tag benutzt.
- Storen, die bei Sonne von selbst fahren und abends schliessen. Spart im Sommer spürbar Wärme.
- Heizung pro Raum regelbar, mit Absenkung in der Nacht.
- Aussenlicht, das nach Dämmerung und Uhrzeit schaltet statt nach Bewegung allein.
- Eine Anzeige, die zeigt, ob ein Fenster offen ist, bevor man das Haus verlässt.
Was meistens einschläft
- Lichtszenen mit klangvollen Namen. Wer sie nicht selbst eingerichtet hat, findet sie nicht wieder.
- Steuerung, die nur über eine App geht. Wenn der Taster an der Wand nichts tut, ist es im Alltag unbrauchbar.
- Sprachsteuerung für Dinge, die man im Vorbeigehen ohnehin drückt.
- Alles, was ein Konto beim Hersteller braucht und aufhört zu funktionieren, wenn der Dienst eingestellt wird.
Unsere Faustregel: Jede Funktion muss auch ohne Telefon und ohne Internet bedienbar sein. Die App ist Komfort obendrauf, nicht die einzige Bedienung.
KNX oder Funk?
| KNX | Funklösung | |
|---|---|---|
| Voraussetzung | Buskabel, also Neubau oder Umbau | kein Kabel nötig, auch nachrüstbar |
| Hersteller | unabhängig, viele Anbieter kombinierbar | meist an ein System gebunden |
| Lebensdauer | sehr lang, in zehn Jahren erweiterbar | abhängig vom Fortbestand des Anbieters |
| Aufwand | höher bei der Installation | gering, dafür laufend Batterien |
| Passt für | Neubau, Totalsanierung | Nachrüstung in bestehenden Räumen |
Wir bauen bevorzugt auf KNX, weil in zehn Jahren noch jemand daran arbeiten kann, auch ein anderer Betrieb. Wo kein Kabel mehr eingezogen werden kann, ist eine Funklösung die vernünftige Wahl. Wir sagen es Ihnen, wenn die kleinere Lösung reicht.
Was es kostet
Der Mehrpreis gegenüber einer konventionellen Installation liegt im Einfamilienhaus etwa im Bereich einer guten Küchenausstattung. Er hängt vor allem daran, wie viele Funktionen Sie tatsächlich wollen. Wir legen den Umfang vorher gemeinsam fest, damit die Offerte nicht auf Annahmen beruht.
Wichtig ist die Grundinstallation. Wer beim Neubau die Leitungen zieht und die Verteilung vorbereitet, kann Funktionen später ergänzen, ohne die Wand zu öffnen. Das kostet zu Beginn wenig und hält die Tür offen.
Kurz gefragt
Ja. Licht, Storen und Heizung laufen bei KNX lokal auf dem Bus. Ohne Internet fehlt nur der Zugriff von unterwegs.
Ja, das ist der Grund für den Bus. Neue Aktoren kommen in den Verteiler, neue Funktionen werden parametriert.
In vielen Fällen ja, über Funkkomponenten oder beim Ersatz der Verteilung. Wir schauen uns die Installation vor Ort an.

